ERNÄHRUNG in der Nachkriegszeit

Bei uns auf dem Land waren alle Selbstversorger. Im Garten wurde alles angebaut was zur Versorgung notwendig war. Sowohl Gemüse als auch Früchte wurden angebaut. Fast jede Familie hatte ein Schwein im Stall , Hühner, Hasen und Ziegen. Arbeitskraft wurde getauscht  gegen benötigte Lebensmittel wie Milch und Getreide. Man half auf dem Feld aus und wurde mit Naturalien bezahlt. 

Was sonst noch gebraucht wurde, was nicht viel war, konnte man über Lebensmittelmarken bekommen. Alle Info dazu im Netz unter Lebensmittelmarken nach dem Krieg.

Text: Sigrid Heil

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WELCHE ART VON ESSEN WAR IN DEN RATIONEN ENTHALTEN UND WIE WURDEN DIE RATIONEN VERTEILT? 

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Vorher, von 1945 bis 1948, war der Schwarzhandel ein äußerst wichtiger Weg, der den Leuten geblieben war, um an das Nötigste zum Überleben heranzukommen. Das waren in erster Linie Lebensmittel und Kleider. Zwar wurden diese jedem Einzelnen über Lebensmittelkarten und Bezugsscheine von amerikanischen Militärverwaltung zugeteilt, aber je länger die Wirtschaft daniederlag, umso weniger gab es über die offizielle Zuteilung zu kaufen.

Menschen, die nichts mit der Landwirtschaft zu tun oder keinen Gemüsegarten hatten, litten häufig Hunger, und das war ein großer Teil der Bevölkerung auch auf dem Land, in den Städten sowieso. Ähren lesen, Kartoffeln aufsammeln, die auf den Feldern im Herbst liegengeblieben waren, und im Wald Bucheckern auflesen, war an der Tagesordnung.

 

Quelle: G. Eckert, “Überlebensnotwendige” Zigaretten auf dem Schwarzmarkt und die Laden-und Handweksvielfalt nach der Währungsreform in Brachttal”,Gelnhaueser Heimat-Jahrbuch 2020, S.119

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